Ein Angebot der Evotec GmbH, Arnsberg

So arbeitet der Check

Für den Check besteht ein Teil aus Merkmalen: Planflächen, Taschen und Nuten, Bohrungen und Gewinden, Konturen, Fasen und 3D-Flächen (siehe 2,5D und 3D mit drei Achsen). Zu jedem Merkmal geben Sie an, von welchen Seiten ein gerades Werkzeug es erreicht. Dann prüft der Check alle 63 Kombinationen der sechs Seiten und nimmt die kleinste, in der jedes Merkmal mindestens eine seiner Seiten findet. Das ist die Mindestzahl der Aufspannungen. Schräge Merkmale kommen dazu – je Neigungsrichtung eine geneigte Aufspannung, etwa in einer Winkelvorrichtung.

Bei gleich kleinen Lösungen gewinnt die Oberseite, danach die Unterseite: So beginnt der Richtungsplan dort, wo in der Praxis meist die erste Aufspannung liegt. Der Check prüft, ob jedes Merkmal erreichbar ist; Werkzeuglänge, Tiefe und Wandstärke prüfen wir an der Zeichnung.

Auf welcher Grundlage der Check urteilt

  • Geometrie folgt aus der Form von Teil und Werkzeug und gilt auf jeder 3-Achs-Maschine.
  • Norm nennt Werkzeug oder Begriff mit Normnummer, etwa den T-Nutenfräser nach DIN 851.
  • Faustregel wäre ein Erfahrungswert aus der Literatur. Der Check nutzt derzeit keine, weil dafür eine Quelle mit Seitenangabe hinterlegt sein muss.
  • Evotec-Wert gilt nur nach Messung oder Freigabe durch die Evotec GmbH und steht immer mit Datum.

Der 3-Achs-Check

Merkmal anlegen, Seiten im Würfelnetz antippen, rechnen. Für einen schnellen Einstieg laden Sie eines der drei Beispiele.

Der Check rechnet mit JavaScript in Ihrem Browser. Ist es abgeschaltet, zeigen die drei durchgerechneten Beispiele weiter unten den vollständigen Rechenweg.

Beispiel laden

Rohteilmaße für die Anfrage (optional)

Nur für den Anfrage-Baustein; der Check rechnet nicht mit der Größe.

Ihre Eingaben werden nicht übertragen und nicht gespeichert.

Aufspannungen und Richtungsplan

Noch nicht berechnet. Das erste Merkmal ist schon angelegt – eine Tasche, erreichbar von oben. Passen Sie es an, legen Sie weitere an und klicken Sie auf „Aufspannungen berechnen“.

Vorprüfung, keine Zusage. Maßgeblich ist unser Angebot nach Prüfung Ihrer Zeichnung. Rechenweg: kleinste Auswahl an Seiten, die jedes Merkmal erreicht, plus eine Aufspannung je Neigungsrichtung; Dmax = 2 · R bzw. höchstens die kleinste Breite. Zu jeder Regel nennt die Regeltabelle des Checks die Quelle.

Regeltabelle des Checks: alle Regeln und Hinweise mit Quelle

Diese Tabelle ist die gesamte Rechengrundlage des Checks (Stand 26.09.2026). Kursiv gesetzte Wörter setzt er aus Ihren Angaben ein. Eine Regel ohne Quelle spielt der Check nicht aus.

Regeln je Merkmal
WannAussage im ErgebnisAmpelStufeQuelle
Merkmal ohne Besonderheit, mindestens eine Zugriffsrichtung gewähltAchsparallel von Seite erreichbar – gefräst in Aufspannung Nr..grünGeometrieGeometrie der Zugänglichkeit; Achsbezeichnung nach DIN 66217 bzw. ISO 841 (Z = Spindelachse)
Besonderheit „schräg“: Die Achse einer Bohrung steht auf keiner Seite senkrecht, oder eine Fläche liegt zu keiner Seite parallelSchräg: Das Teil wird um den Winkel geneigt gespannt, etwa in einer Winkelvorrichtung – eine eigene Aufspannung je Neigungsrichtung (Gruppe Gruppe).gelbGeometrieGeometrie: Ein schräges Merkmal liegt nur dann parallel zur Spindelachse, wenn das Teil um seinen Winkel geneigt gespannt wird. Merkmale mit gleicher Neigungsrichtung – gleicher Winkel um dieselbe Kippachse, in dieselbe Richtung – teilen sich eine Aufspannung.
Besonderheit „Hinterschnitt mit Zugang“: T-Nut, Schwalbenschwanz, Innennut oder Einstich in einer Bohrung – über eine Öffnung erreichbarHinterschnitt mit Zugang: mit einem Scheiben-, T-Nuten- oder Schwalbenschwanzfräser über die Öffnung von Seite fräsbar, wenn der Werkzeughals durch die Öffnung passt – Aufspannung Nr..gelbNormT-Nutenfräser nach DIN 851, Schwalbenschwanzfräser (Winkelstirnfräser) nach DIN 1833; Innennuten und Einstiche mit einem Scheibenfräser auf einer Kreisbahn (Zirkularfräsen); Zugang über den schlanken Werkzeughals (Geometrie)
Besonderheit „verdeckter Hinterschnitt“: Stelle ohne jeden Zugang, auch nicht über eine Öffnung, zum Beispiel ein Hohlraum ohne ÖffnungVerdeckter Hinterschnitt: Kein Werkzeug findet einen Weg dorthin, auch kein Sonderfräser – mehr Achsen helfen hier nicht. Konstruktion teilen oder ein anderes Verfahren wählen.rotGeometrieGeometrie: Ein Werkzeug erreicht nur, was über einen geraden Zugang offen liegt; eine Stelle ohne Öffnung ist aus keiner Richtung erreichbar, gleich wie viele Achsen die Maschine hat.
3D-Fläche, aus einer der gewählten Richtungen ganz einsehbarMit drei Achsen zeilenweise fräsbar (Kugelfräser). 3D-Freiformflächen und Gravuren bieten wir derzeit nicht an; 2,5D-Konturen, Taschen und Ebenen fräsen wir.Hinweis: nicht im AngebotEvotec-WertGeometrie des Zeilenfräsens mit Kugelfräser; Angebotsstand der Evotec GmbH vom 26.09.2026
3D-Fläche, aus keiner der sechs Richtungen ganz einsehbar3D-Fläche mit Überhang: Aus keiner der sechs Richtungen ganz einsehbar – mit drei Achsen nicht in einer Lage fräsbar.rotGeometrieGeometrie: Flächenteile, die aus einer Richtung im Schatten liegen, sind für ein Werkzeug parallel zur Z-Achse in dieser Lage verdeckt.
Häkchen „scharfe senkrechte Innenecke gefordert“Scharfe senkrechte Innenecke: Ein rundes Werkzeug lässt in der Ecke mindestens seinen Radius stehen – so nicht fräsbar.rotGeometrieGeometrie des rotierenden Werkzeugs: Die Bahn des Fräsers hat in jeder Innenecke mindestens seinen Radius.
Tasche/Nut oder Kontur/Wand mit Innenradius R oder kleinster Breite BGrößter passender Fräserdurchmesser: D mm (Grund).ohne AmpelGeometrieGeometrie: Der Fräser passt in eine Innenecke mit Radius R nur bis D = 2 · R und in eine Öffnung der Breite B nur bis D = B.
Tiefe T und größter Fräserdurchmesser bekanntTiefe zu Fräserdurchmesser T / D = Wert – angezeigt, nicht bewertet.ohne AmpelGeometrieGeometrie (Verhältnis T / D_max). Eine Bewertung folgt erst, wenn eine zitierfähige Grenzwertquelle hinterlegt ist.
Häkchen „Rohteil ringsum auf Fertigmaß“Rohteil ringsum auf Fertigmaß: Ober- und Unterseite brauchen je eine eigene Aufspannung.ohne AmpelGeometrieGeometrie: Ober- und Unterseite zeigen in entgegengesetzte Richtungen (+Z und −Z).
ab zwei Aufspannungen (Hinweis, ändert die Ampel nicht)Anzahl Aufspannungen: Jede weitere bringt Rüstzeit und einen eigenen Ausrichtfehler zwischen den Seiten mit.ohne AmpelGeometrieGeometrie der Lagebestimmung: Jede neue Aufspannung wird neu ausgerichtet; Maße zwischen Merkmalen aus verschiedenen Aufspannungen enthalten diesen Ausrichtfehler.
Hinweise zur Konstruktion
WannHinweisStufeQuelle
eine Aufspannung (nicht die erste) bearbeitet höchstens zwei Merkmale, die nur von dort erreichbar sindAufspannung Nr. (Seite) dient nur Merkmale. Lässt sich das auf eine Seite legen, die ohnehin bearbeitet wird, entfällt diese Aufspannung.GeometrieMengenüberdeckung der Zugriffsrichtungen (Rechenweg des Checks)
schräge Merkmale in mindestens drei NeigungsrichtungenBei drei und mehr Neigungsrichtungen sind Maschinen mit Schwenkachsen im Vorteil: Sie stellen den Fräser in jede dieser Richtungen an, ohne das Teil neu zu spannen.GeometrieGeometrie der angestellten Bearbeitung mit Dreh- oder Schwenkachsen
schräge Merkmale in mindestens zwei NeigungsrichtungenSchräge Merkmale in Anzahl Neigungsrichtungen: Jede braucht eine eigene Aufspannung. Eine gemeinsame Neigungsrichtung – gleicher Winkel um dieselbe Kippachse – spart Vorrichtung und Rüstzeit.GeometrieGeometrie: gleiche Neigungsrichtung, gleiche Aufspannung
mindestens ein schräges MerkmalIst Ihr Teil ein Aluminiumprofil, bearbeiten wir schräge Merkmale angestellt auf unserem 5-Achs-Stabbearbeitungszentrum – ohne Winkelvorrichtung.Evotec-WertMaschinenausstattung der Evotec GmbH, freigegeben am 26.09.2026: 5-Achs-Stabbearbeitungszentrum elumatec SBZ 150, angestellte Bearbeitung von Profilen
verdeckter Hinterschnitt vorhandenVerdeckte Stellen lassen sich oft vermeiden: das Teil in zwei Teile trennen und fügen oder die Stelle über eine Öffnung zugänglich machen, durch die ein Sonderfräser passt.GeometrieGeometrie der Zugänglichkeit
3D-Fläche, aus keiner Richtung ganz einsehbarIst die Fläche nach dem Umspannen aus einer anderen Richtung ganz einsehbar, erfassen Sie sie mit dieser Seite als „3D-Fläche, aus einer Richtung ganz einsehbar“ – dann zählt sie als eigene Aufspannung.GeometrieGeometrie der Zugänglichkeit: Was aus einer Richtung im Schatten liegt, kann aus einer anderen ganz einsehbar sein.
Häkchen „Rohteil ringsum auf Fertigmaß“Müssen wirklich alle Außenflächen bearbeitet werden? Dürfen Unterseite und Seiten im Rohmaß bleiben, entfällt die Aufspannung für die Unterseite.GeometrieGeometrie: Jede bearbeitete Außenseite braucht eine Richtung, aus der das Werkzeug kommt.
scharfe senkrechte Innenecke gefordertInnenecken mit Radius konstruieren, etwas größer als der Fräserradius: Dann umfährt der Fräser die Ecke im Bogen, statt sie mit voller Umschlingung auszuräumen. Muss ein Gegenstück scharfkantig anliegen, hilft ein Freischnitt in der Ecke.GeometrieGeometrie des rotierenden Werkzeugs
Hinterschnitt mit Zugang vorhandenT-Nuten, Schwalbenschwanzführungen und Innennuten so legen, dass sie über eine Öffnung zugänglich sind: Der Sonderfräser taucht mit seinem schlanken Hals durch die Öffnung.NormT-Nutenfräser nach DIN 851, Schwalbenschwanzfräser nach DIN 1833; Scheibenfräser für Innennuten
mindestens zwei AufspannungenBezugsflächen vorsehen: Maße zwischen Merkmalen aus verschiedenen Aufspannungen sollten sich auf gemeinsame Bezüge stützen.GeometrieMaßkette über mehrere Aufspannungen (Geometrie der Lagebestimmung)
Tasche/Nut oder Kontur mit InnenradiusGrößere Innenradien erlauben dickere Fräser: Bei doppeltem Durchmesser biegt sich ein Fräser unter gleicher Last und Länge nur um ein Sechzehntel durch.GeometrieBalkentheorie: Flächenträgheitsmoment des Kreisquerschnitts I = π · d⁴ / 64, Durchbiegung umgekehrt proportional zu I
Rückfall ab zwei Aufspannungen, wenn sonst weniger als zwei Hinweise passenMerkmale nach Möglichkeit auf die Seiten legen, die ohnehin bearbeitet werden: Jede zusätzliche Seite ist eine zusätzliche Aufspannung.GeometrieMengenüberdeckung der Zugriffsrichtungen (Rechenweg des Checks)
eine Aufspannung und sonst kein HinweisIhr Teil kommt mit einer Aufspannung aus – weniger geht nicht.GeometrieMengenüberdeckung der Zugriffsrichtungen (Rechenweg des Checks)
  • Geometrie: folgt aus der Form des Teils und des Werkzeugs; gilt auf jeder 3-Achs-Maschine
  • Norm: Werkzeug oder Begriff aus einer Norm, mit Nummer
  • Faustregel: Erfahrungswert aus der Literatur mit Seitenangabe, keine Zusage; im Check derzeit nicht verwendet
  • Evotec-Wert: nur nach Messung oder Freigabe durch die Evotec GmbH, mit Datum

Aufspannungen an drei Beispielteilen nachgezählt

Der Rechenweg des Checks, Schritt für Schritt und auch ohne Skript lesbar. Jedes der drei Teile lässt sich oben per Klick in den Check laden.

Skizze: Frontplatte mit Durchbruch, Bohrungen und Senkungen Beispielteil, frei konstruiert: flache Platte, alle Merkmale auf der Sichtseite; der Pfeil zeigt die einzige Werkzeugrichtung von oben. 1 1 = Aufspannung von oben (+Z)
Skizze eines Beispielteils: Frontplatte, Pfeil = Werkzeugrichtung

Frontplatte, alles von oben

  • Durchbrüche als Kontur, Innenradius 2 mm – von oben
  • Bohrungen für die Befestigung – von oben
  • Fasen und Senkungen – von oben

Jedes Merkmal erreicht nur die Oberseite. Kleinste Auswahl an Seiten: oben.

1 Aufspannung grün

Skizze: Gehäuse mit Innentasche und seitlicher Bohrung Beispielteil, frei konstruiert: Block mit tiefer Innentasche und Gewindebohrungen oben sowie einer Bohrung in der Stirnseite vorne; Pfeil 1 von oben, Pfeil 2 von vorne. 1 2 1 = von oben (+Z) · 2 = von vorne (−Y)
Skizze eines Beispielteils: Gehäuse mit Seitenbohrung, Pfeile = Werkzeugrichtungen

Gehäuse mit seitlicher Bohrung

  • Innentasche, Innenradius 6 mm, 30 mm tief – von oben
  • Gewinde für den Deckel und Außenkontur – von oben
  • Kabeldurchführung in der Stirnseite – nur von vorne

Die Durchführung verlangt die Vorderseite, alles andere die Oberseite. Kleinste Auswahl an Seiten: oben und vorne. Für die Tasche ist Dmax = 2 · 6 = 12 mm, Tiefe zu Durchmesser 2,5.

2 Aufspannungen grün

Skizze: Halter mit Schrägbohrung Beispielteil, frei konstruiert: Winkelhalter mit geraden Bohrungen von oben und einer Bohrung unter 30 Grad; die zweite Aufspannung liegt in einer Winkelvorrichtung. 2 30° 1 1 = von oben (+Z) · 2 = Winkelvorrichtung, 30°
Skizze eines Beispielteils: Halter mit Schrägbohrung, Winkelvorrichtung für die zweite Aufspannung

Halter mit Schrägbohrung

  • Grundkörper als Kontur – von oben
  • gerade Bohrungen – von oben
  • eine Bohrung unter 30 Grad, auf keiner Seite senkrecht

Oben genügt eine Aufspannung. Die Schrägbohrung braucht eine eigene, geneigte Aufspannung, etwa in einer Winkelvorrichtung: 1 + 1.

2 Aufspannungen gelb

Wo drei Achsen nicht hinkommen

Ein Fräser, der parallel zur Z-Achse steht, erreicht nur, was von einer Seite aus geradlinig offen liegt. Nicht erreichbar sind verdeckte Hinterschnitte – Stellen ohne jeden Zugang, etwa ein Hohlraum ohne Öffnung, an die auch kein Sonderfräser herankommt – und überhängende Flächen, die in keiner Lage ganz einsehbar sind. Beides markiert der Check rot. Bei einem verdeckten Hinterschnitt helfen auch mehr Achsen nicht; wann sie helfen, zeigt Fall 5 unter Teile nach Aufspannungen.

Eine eigene Grenze ist die Innenecke. In einer senkrechten Innenecke bleibt immer mindestens der Radius des Fräsers stehen: Eine Tasche mit Innenradius 3 mm lässt einen Fräser bis 6 mm Durchmesser zu, eine scharfe Ecke lässt sich mit einem rotierenden Werkzeug gar nicht fräsen. Wer einen Innenradius fräsen lässt, wählt ihn deshalb so groß, wie die Funktion erlaubt, und etwas größer als den Fräserradius – dann umfährt das Werkzeug die Ecke im Bogen. Muss ein scharfkantiges Gegenstück anliegen, hilft ein Freischnitt in der Ecke.

Viele Hinterschnitte gehen trotzdem von oben, mit einem Sonderfräser über eine Öffnung: T-Nuten mit dem T-Nutenfräser nach DIN 851, Schwalbenschwanzführungen mit dem Winkelstirnfräser nach DIN 1833, Innennuten und Einstiche in einer Bohrung mit einem Scheibenfräser. Diese Werkzeuge haben einen schlanken Hals und einen breiten Kopf. Zuerst entsteht die schmale Nut oder die Bohrung, dann fährt der Kopf seitlich unter die Kante – bei der T-Nut vom offenen Nutende oder aus einer Einstiegsbohrung, beim Einstich auf einer Kreisbahn rund um die Bohrung. Das geht, solange der Werkzeughals durch die Öffnung passt; der Check stuft solche Merkmale gelb ein. Das zugehörige Verfahren heißt Profilfräsen.

Skizze: Innenecke einer Tasche in der Draufsicht Links wird eine scharfe Innenecke gefordert: Der runde Fräser lässt rot markiertes Material stehen. Rechts hat die Ecke einen Radius, der etwas größer ist als der Fräserradius; der Fräser umfährt sie im Bogen. Rest bleibt stehen scharfe Ecke gefordert mit rundem Fräser nicht fräsbar R r R etwas größer als r Innenradius konstruiert Fräser umfährt die Ecke im Bogen
Skizze: In der Innenecke bleibt mindestens der Fräserradius stehen.
Skizze: Hinterschnitte im Schnitt Vier Schnitte: T-Nut mit T-Nutenfräser, Schwalbenschwanzführung mit Winkelstirnfräser und Einstich in einer Bohrung mit Scheibenfräser auf einer Kreisbahn – alle über eine Öffnung erreichbar; unten rechts ein Hohlraum ohne Öffnung, zu dem kein Werkzeug einen Weg findet. T-Nut T-Nutenfräser DIN 851 Schwalbenschwanz Winkelstirnfräser DIN 1833 Einstich in Bohrung Scheibenfräser, Kreisbahn Hohlraum ohne Öffnung kein Zugang
Skizze: T-Nut, Schwalbenschwanz und Einstich mit Sonderfräser über die Öffnung (gelb); Hohlraum ohne Öffnung ohne Zugang (rot).

Angestellt oder gleichzeitig: was mehr Achsen leisten

Mehr als drei Achsen heißt: Das Werkzeug kann schräg zum Teil stehen. Dafür gibt es zwei Arbeitsweisen. Bei der angestellten Bearbeitung schwenken Dreh- oder Schwenkachsen das Teil oder den Fräskopf in einen festen Winkel und halten ihn; gefräst wird dann wie mit drei Achsen, nur aus einer schrägen Richtung. So entstehen schräge Bohrungen und Flächen ohne Winkelvorrichtung und ohne erneutes Spannen.

Nicht zu unserem Angebot gehört das 5-Achs-Simultanfräsen: Dabei bewegen sich während des Schnitts alle fünf Achsen gleichzeitig, wie es stark gekrümmte, verwundene Flächen verlangen.

Bei uns

Angestellt bearbeiten wir Aluminiumprofile auf dem 5-Achs-Stabbearbeitungszentrum elumatec SBZ 150, bis 8 m in einer Aufspannung: Der Fräskopf schwenkt in den programmierten Winkel, das Profil bleibt liegen.

Platten- und Blockteile fräsen wir mit drei Achsen; wie wir schräge Merkmale spannen, legen wir je Zeichnung fest.

So sparen Sie Aufspannungen

Die meisten Aufspannungen entstehen am Konstruktionstisch, nicht in der Werkstatt. Fünf Hebel, die ohne Funktionsverlust oft greifen:

  • Merkmale bündeln: Bohrungen und Gewinde auf Seiten legen, die ohnehin bearbeitet werden.
  • Bezugsflächen vorsehen: eine gefräste Fläche und zwei Kanten, auf die sich die Maße aller Seiten stützen.
  • Radien statt scharfer Ecken: Innenradien etwas größer als der Fräserradius, Außenkanten mit Fase oder Radius.
  • Gemeinsame Neigungsrichtung: Schräge Merkmale mit demselben Winkel um dieselbe Kippachse anordnen – jede weitere Neigungsrichtung ist eine weitere Aufspannung.
  • Rohmaß nutzen: Flächen ohne Funktion im Rohmaß lassen; das spart oft die Aufspannung für die Unterseite.

Was der Check nicht kann

Der Check zählt Aufspannungen und prüft, ob jedes Merkmal erreichbar ist. Größe, Gewicht, Werkzeuglänge, Tiefe, Wandstärke und Toleranzen Ihres Teils bewertet er nicht, einen Preis nennt er nicht, und das Spannkonzept – Schraubstock, Spannpratzen oder Vorrichtung – legt die Arbeitsvorbereitung an der Zeichnung fest.

Ob Ihr Teil nach Maß und Gewicht auf unsere Maschinen passt, prüfen wir vor dem Angebot.

Häufige Fragen zum 3-Achs-Check

Drei Achsen reichen, wenn jedes Merkmal von einer der sechs Seiten geradlinig erreichbar ist – bei Bedarf mit Umspannen oder geneigt gespannt. Verdeckte Hinterschnitte erreicht kein gerades Werkzeug, auch nicht mit mehr Achsen; überhängende Flächen brauchen Umspannen oder Schwenkachsen. Der Check markiert beides rot.

Beim Umspannen wird das Teil gelöst, gedreht und neu ausgerichtet. Jede neue Lage bringt eine eigene Unsicherheit mit: Wie genau sie erfasst wird, bestimmt mit, wie gut sich Maße zwischen Merkmalen verschiedener Aufspannungen einhalten lassen. Gemeinsame Bezugsflächen und wenige Aufspannungen halten diesen Anteil klein; die übrigen Einflüsse stehen unter Genauigkeit und Oberfläche.

Stand: 26.09.2026

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Zur Alten Ruhr 4a, 59755 Arnsberganfragen@evotec-gmbh.de