Frontplatte, alles von oben
- Durchbrüche als Kontur, Innenradius 2 mm – von oben
- Bohrungen für die Befestigung – von oben
- Fasen und Senkungen – von oben
Jedes Merkmal erreicht nur die Oberseite. Kleinste Auswahl an Seiten: oben.
1 Aufspannung grün
Merkmale erfassen, Seiten antippen: Der Check sucht die kleinste Zahl an Aufspannungen, markiert Grenzen und übernimmt das Ergebnis auf Wunsch in Ihre Anfrage.
Für den Check besteht ein Teil aus Merkmalen: Planflächen, Taschen und Nuten, Bohrungen und Gewinden, Konturen, Fasen und 3D-Flächen (siehe 2,5D und 3D mit drei Achsen). Zu jedem Merkmal geben Sie an, von welchen Seiten ein gerades Werkzeug es erreicht. Dann prüft der Check alle 63 Kombinationen der sechs Seiten und nimmt die kleinste, in der jedes Merkmal mindestens eine seiner Seiten findet. Das ist die Mindestzahl der Aufspannungen. Schräge Merkmale kommen dazu – je Neigungsrichtung eine geneigte Aufspannung, etwa in einer Winkelvorrichtung.
Bei gleich kleinen Lösungen gewinnt die Oberseite, danach die Unterseite: So beginnt der Richtungsplan dort, wo in der Praxis meist die erste Aufspannung liegt. Der Check prüft, ob jedes Merkmal erreichbar ist; Werkzeuglänge, Tiefe und Wandstärke prüfen wir an der Zeichnung.
Merkmal anlegen, Seiten im Würfelnetz antippen, rechnen. Für einen schnellen Einstieg laden Sie eines der drei Beispiele.
Der Check rechnet mit JavaScript in Ihrem Browser. Ist es abgeschaltet, zeigen die drei durchgerechneten Beispiele weiter unten den vollständigen Rechenweg.
Vorprüfung, keine Zusage. Maßgeblich ist unser Angebot nach Prüfung Ihrer Zeichnung. Rechenweg: kleinste Auswahl an Seiten, die jedes Merkmal erreicht, plus eine Aufspannung je Neigungsrichtung; Dmax = 2 · R bzw. höchstens die kleinste Breite. Zu jeder Regel nennt die Regeltabelle des Checks die Quelle.
Diese Tabelle ist die gesamte Rechengrundlage des Checks (Stand 26.09.2026). Kursiv gesetzte Wörter setzt er aus Ihren Angaben ein. Eine Regel ohne Quelle spielt der Check nicht aus.
| Wann | Aussage im Ergebnis | Ampel | Stufe | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Merkmal ohne Besonderheit, mindestens eine Zugriffsrichtung gewählt | Achsparallel von Seite erreichbar – gefräst in Aufspannung Nr.. | grün | Geometrie | Geometrie der Zugänglichkeit; Achsbezeichnung nach DIN 66217 bzw. ISO 841 (Z = Spindelachse) |
| Besonderheit „schräg“: Die Achse einer Bohrung steht auf keiner Seite senkrecht, oder eine Fläche liegt zu keiner Seite parallel | Schräg: Das Teil wird um den Winkel geneigt gespannt, etwa in einer Winkelvorrichtung – eine eigene Aufspannung je Neigungsrichtung (Gruppe Gruppe). | gelb | Geometrie | Geometrie: Ein schräges Merkmal liegt nur dann parallel zur Spindelachse, wenn das Teil um seinen Winkel geneigt gespannt wird. Merkmale mit gleicher Neigungsrichtung – gleicher Winkel um dieselbe Kippachse, in dieselbe Richtung – teilen sich eine Aufspannung. |
| Besonderheit „Hinterschnitt mit Zugang“: T-Nut, Schwalbenschwanz, Innennut oder Einstich in einer Bohrung – über eine Öffnung erreichbar | Hinterschnitt mit Zugang: mit einem Scheiben-, T-Nuten- oder Schwalbenschwanzfräser über die Öffnung von Seite fräsbar, wenn der Werkzeughals durch die Öffnung passt – Aufspannung Nr.. | gelb | Norm | T-Nutenfräser nach DIN 851, Schwalbenschwanzfräser (Winkelstirnfräser) nach DIN 1833; Innennuten und Einstiche mit einem Scheibenfräser auf einer Kreisbahn (Zirkularfräsen); Zugang über den schlanken Werkzeughals (Geometrie) |
| Besonderheit „verdeckter Hinterschnitt“: Stelle ohne jeden Zugang, auch nicht über eine Öffnung, zum Beispiel ein Hohlraum ohne Öffnung | Verdeckter Hinterschnitt: Kein Werkzeug findet einen Weg dorthin, auch kein Sonderfräser – mehr Achsen helfen hier nicht. Konstruktion teilen oder ein anderes Verfahren wählen. | rot | Geometrie | Geometrie: Ein Werkzeug erreicht nur, was über einen geraden Zugang offen liegt; eine Stelle ohne Öffnung ist aus keiner Richtung erreichbar, gleich wie viele Achsen die Maschine hat. |
| 3D-Fläche, aus einer der gewählten Richtungen ganz einsehbar | Mit drei Achsen zeilenweise fräsbar (Kugelfräser). 3D-Freiformflächen und Gravuren bieten wir derzeit nicht an; 2,5D-Konturen, Taschen und Ebenen fräsen wir. | Hinweis: nicht im Angebot | Evotec-Wert | Geometrie des Zeilenfräsens mit Kugelfräser; Angebotsstand der Evotec GmbH vom 26.09.2026 |
| 3D-Fläche, aus keiner der sechs Richtungen ganz einsehbar | 3D-Fläche mit Überhang: Aus keiner der sechs Richtungen ganz einsehbar – mit drei Achsen nicht in einer Lage fräsbar. | rot | Geometrie | Geometrie: Flächenteile, die aus einer Richtung im Schatten liegen, sind für ein Werkzeug parallel zur Z-Achse in dieser Lage verdeckt. |
| Häkchen „scharfe senkrechte Innenecke gefordert“ | Scharfe senkrechte Innenecke: Ein rundes Werkzeug lässt in der Ecke mindestens seinen Radius stehen – so nicht fräsbar. | rot | Geometrie | Geometrie des rotierenden Werkzeugs: Die Bahn des Fräsers hat in jeder Innenecke mindestens seinen Radius. |
| Tasche/Nut oder Kontur/Wand mit Innenradius R oder kleinster Breite B | Größter passender Fräserdurchmesser: D mm (Grund). | ohne Ampel | Geometrie | Geometrie: Der Fräser passt in eine Innenecke mit Radius R nur bis D = 2 · R und in eine Öffnung der Breite B nur bis D = B. |
| Tiefe T und größter Fräserdurchmesser bekannt | Tiefe zu Fräserdurchmesser T / D = Wert – angezeigt, nicht bewertet. | ohne Ampel | Geometrie | Geometrie (Verhältnis T / D_max). Eine Bewertung folgt erst, wenn eine zitierfähige Grenzwertquelle hinterlegt ist. |
| Häkchen „Rohteil ringsum auf Fertigmaß“ | Rohteil ringsum auf Fertigmaß: Ober- und Unterseite brauchen je eine eigene Aufspannung. | ohne Ampel | Geometrie | Geometrie: Ober- und Unterseite zeigen in entgegengesetzte Richtungen (+Z und −Z). |
| ab zwei Aufspannungen (Hinweis, ändert die Ampel nicht) | Anzahl Aufspannungen: Jede weitere bringt Rüstzeit und einen eigenen Ausrichtfehler zwischen den Seiten mit. | ohne Ampel | Geometrie | Geometrie der Lagebestimmung: Jede neue Aufspannung wird neu ausgerichtet; Maße zwischen Merkmalen aus verschiedenen Aufspannungen enthalten diesen Ausrichtfehler. |
| Wann | Hinweis | Stufe | Quelle |
|---|---|---|---|
| eine Aufspannung (nicht die erste) bearbeitet höchstens zwei Merkmale, die nur von dort erreichbar sind | Aufspannung Nr. (Seite) dient nur Merkmale. Lässt sich das auf eine Seite legen, die ohnehin bearbeitet wird, entfällt diese Aufspannung. | Geometrie | Mengenüberdeckung der Zugriffsrichtungen (Rechenweg des Checks) |
| schräge Merkmale in mindestens drei Neigungsrichtungen | Bei drei und mehr Neigungsrichtungen sind Maschinen mit Schwenkachsen im Vorteil: Sie stellen den Fräser in jede dieser Richtungen an, ohne das Teil neu zu spannen. | Geometrie | Geometrie der angestellten Bearbeitung mit Dreh- oder Schwenkachsen |
| schräge Merkmale in mindestens zwei Neigungsrichtungen | Schräge Merkmale in Anzahl Neigungsrichtungen: Jede braucht eine eigene Aufspannung. Eine gemeinsame Neigungsrichtung – gleicher Winkel um dieselbe Kippachse – spart Vorrichtung und Rüstzeit. | Geometrie | Geometrie: gleiche Neigungsrichtung, gleiche Aufspannung |
| mindestens ein schräges Merkmal | Ist Ihr Teil ein Aluminiumprofil, bearbeiten wir schräge Merkmale angestellt auf unserem 5-Achs-Stabbearbeitungszentrum – ohne Winkelvorrichtung. | Evotec-Wert | Maschinenausstattung der Evotec GmbH, freigegeben am 26.09.2026: 5-Achs-Stabbearbeitungszentrum elumatec SBZ 150, angestellte Bearbeitung von Profilen |
| verdeckter Hinterschnitt vorhanden | Verdeckte Stellen lassen sich oft vermeiden: das Teil in zwei Teile trennen und fügen oder die Stelle über eine Öffnung zugänglich machen, durch die ein Sonderfräser passt. | Geometrie | Geometrie der Zugänglichkeit |
| 3D-Fläche, aus keiner Richtung ganz einsehbar | Ist die Fläche nach dem Umspannen aus einer anderen Richtung ganz einsehbar, erfassen Sie sie mit dieser Seite als „3D-Fläche, aus einer Richtung ganz einsehbar“ – dann zählt sie als eigene Aufspannung. | Geometrie | Geometrie der Zugänglichkeit: Was aus einer Richtung im Schatten liegt, kann aus einer anderen ganz einsehbar sein. |
| Häkchen „Rohteil ringsum auf Fertigmaß“ | Müssen wirklich alle Außenflächen bearbeitet werden? Dürfen Unterseite und Seiten im Rohmaß bleiben, entfällt die Aufspannung für die Unterseite. | Geometrie | Geometrie: Jede bearbeitete Außenseite braucht eine Richtung, aus der das Werkzeug kommt. |
| scharfe senkrechte Innenecke gefordert | Innenecken mit Radius konstruieren, etwas größer als der Fräserradius: Dann umfährt der Fräser die Ecke im Bogen, statt sie mit voller Umschlingung auszuräumen. Muss ein Gegenstück scharfkantig anliegen, hilft ein Freischnitt in der Ecke. | Geometrie | Geometrie des rotierenden Werkzeugs |
| Hinterschnitt mit Zugang vorhanden | T-Nuten, Schwalbenschwanzführungen und Innennuten so legen, dass sie über eine Öffnung zugänglich sind: Der Sonderfräser taucht mit seinem schlanken Hals durch die Öffnung. | Norm | T-Nutenfräser nach DIN 851, Schwalbenschwanzfräser nach DIN 1833; Scheibenfräser für Innennuten |
| mindestens zwei Aufspannungen | Bezugsflächen vorsehen: Maße zwischen Merkmalen aus verschiedenen Aufspannungen sollten sich auf gemeinsame Bezüge stützen. | Geometrie | Maßkette über mehrere Aufspannungen (Geometrie der Lagebestimmung) |
| Tasche/Nut oder Kontur mit Innenradius | Größere Innenradien erlauben dickere Fräser: Bei doppeltem Durchmesser biegt sich ein Fräser unter gleicher Last und Länge nur um ein Sechzehntel durch. | Geometrie | Balkentheorie: Flächenträgheitsmoment des Kreisquerschnitts I = π · d⁴ / 64, Durchbiegung umgekehrt proportional zu I |
| Rückfall ab zwei Aufspannungen, wenn sonst weniger als zwei Hinweise passen | Merkmale nach Möglichkeit auf die Seiten legen, die ohnehin bearbeitet werden: Jede zusätzliche Seite ist eine zusätzliche Aufspannung. | Geometrie | Mengenüberdeckung der Zugriffsrichtungen (Rechenweg des Checks) |
| eine Aufspannung und sonst kein Hinweis | Ihr Teil kommt mit einer Aufspannung aus – weniger geht nicht. | Geometrie | Mengenüberdeckung der Zugriffsrichtungen (Rechenweg des Checks) |
Der Rechenweg des Checks, Schritt für Schritt und auch ohne Skript lesbar. Jedes der drei Teile lässt sich oben per Klick in den Check laden.
Jedes Merkmal erreicht nur die Oberseite. Kleinste Auswahl an Seiten: oben.
1 Aufspannung grün
Die Durchführung verlangt die Vorderseite, alles andere die Oberseite. Kleinste Auswahl an Seiten: oben und vorne. Für die Tasche ist Dmax = 2 · 6 = 12 mm, Tiefe zu Durchmesser 2,5.
2 Aufspannungen grün
Oben genügt eine Aufspannung. Die Schrägbohrung braucht eine eigene, geneigte Aufspannung, etwa in einer Winkelvorrichtung: 1 + 1.
2 Aufspannungen gelb
Ein Fräser, der parallel zur Z-Achse steht, erreicht nur, was von einer Seite aus geradlinig offen liegt. Nicht erreichbar sind verdeckte Hinterschnitte – Stellen ohne jeden Zugang, etwa ein Hohlraum ohne Öffnung, an die auch kein Sonderfräser herankommt – und überhängende Flächen, die in keiner Lage ganz einsehbar sind. Beides markiert der Check rot. Bei einem verdeckten Hinterschnitt helfen auch mehr Achsen nicht; wann sie helfen, zeigt Fall 5 unter Teile nach Aufspannungen.
Eine eigene Grenze ist die Innenecke. In einer senkrechten Innenecke bleibt immer mindestens der Radius des Fräsers stehen: Eine Tasche mit Innenradius 3 mm lässt einen Fräser bis 6 mm Durchmesser zu, eine scharfe Ecke lässt sich mit einem rotierenden Werkzeug gar nicht fräsen. Wer einen Innenradius fräsen lässt, wählt ihn deshalb so groß, wie die Funktion erlaubt, und etwas größer als den Fräserradius – dann umfährt das Werkzeug die Ecke im Bogen. Muss ein scharfkantiges Gegenstück anliegen, hilft ein Freischnitt in der Ecke.
Viele Hinterschnitte gehen trotzdem von oben, mit einem Sonderfräser über eine Öffnung: T-Nuten mit dem T-Nutenfräser nach DIN 851, Schwalbenschwanzführungen mit dem Winkelstirnfräser nach DIN 1833, Innennuten und Einstiche in einer Bohrung mit einem Scheibenfräser. Diese Werkzeuge haben einen schlanken Hals und einen breiten Kopf. Zuerst entsteht die schmale Nut oder die Bohrung, dann fährt der Kopf seitlich unter die Kante – bei der T-Nut vom offenen Nutende oder aus einer Einstiegsbohrung, beim Einstich auf einer Kreisbahn rund um die Bohrung. Das geht, solange der Werkzeughals durch die Öffnung passt; der Check stuft solche Merkmale gelb ein. Das zugehörige Verfahren heißt Profilfräsen.
Mehr als drei Achsen heißt: Das Werkzeug kann schräg zum Teil stehen. Dafür gibt es zwei Arbeitsweisen. Bei der angestellten Bearbeitung schwenken Dreh- oder Schwenkachsen das Teil oder den Fräskopf in einen festen Winkel und halten ihn; gefräst wird dann wie mit drei Achsen, nur aus einer schrägen Richtung. So entstehen schräge Bohrungen und Flächen ohne Winkelvorrichtung und ohne erneutes Spannen.
Nicht zu unserem Angebot gehört das 5-Achs-Simultanfräsen: Dabei bewegen sich während des Schnitts alle fünf Achsen gleichzeitig, wie es stark gekrümmte, verwundene Flächen verlangen.
Angestellt bearbeiten wir Aluminiumprofile auf dem 5-Achs-Stabbearbeitungszentrum elumatec SBZ 150, bis 8 m in einer Aufspannung: Der Fräskopf schwenkt in den programmierten Winkel, das Profil bleibt liegen.
Platten- und Blockteile fräsen wir mit drei Achsen; wie wir schräge Merkmale spannen, legen wir je Zeichnung fest.
Die meisten Aufspannungen entstehen am Konstruktionstisch, nicht in der Werkstatt. Fünf Hebel, die ohne Funktionsverlust oft greifen:
Der Check zählt Aufspannungen und prüft, ob jedes Merkmal erreichbar ist. Größe, Gewicht, Werkzeuglänge, Tiefe, Wandstärke und Toleranzen Ihres Teils bewertet er nicht, einen Preis nennt er nicht, und das Spannkonzept – Schraubstock, Spannpratzen oder Vorrichtung – legt die Arbeitsvorbereitung an der Zeichnung fest.
Ob Ihr Teil nach Maß und Gewicht auf unsere Maschinen passt, prüfen wir vor dem Angebot.
Drei Achsen reichen, wenn jedes Merkmal von einer der sechs Seiten geradlinig erreichbar ist – bei Bedarf mit Umspannen oder geneigt gespannt. Verdeckte Hinterschnitte erreicht kein gerades Werkzeug, auch nicht mit mehr Achsen; überhängende Flächen brauchen Umspannen oder Schwenkachsen. Der Check markiert beides rot.
Beim Umspannen wird das Teil gelöst, gedreht und neu ausgerichtet. Jede neue Lage bringt eine eigene Unsicherheit mit: Wie genau sie erfasst wird, bestimmt mit, wie gut sich Maße zwischen Merkmalen verschiedener Aufspannungen einhalten lassen. Gemeinsame Bezugsflächen und wenige Aufspannungen halten diesen Anteil klein; die übrigen Einflüsse stehen unter Genauigkeit und Oberfläche.
Stand: 26.09.2026
Mit „In Anfrage übernehmen“ steht der Richtungsplan schon im Formular. Hängen Sie STEP-Modell und PDF-Zeichnung an – wir prüfen die Aufspannungen an Ihrer Zeichnung nach.