3-Achs-Fräsen Seite für Seite
Wir fräsen Ihre Platten- und Blockteile. Was sich ganz von oben bearbeiten lässt, braucht eine einzige Aufspannung, jede weitere Bearbeitungsrichtung eine eigene – zählen Sie vor der Anfrage nach, wie viele es bei Ihrem Teil werden.
Auf einen Blick
| Leistung | Wir fräsen Ihre Teile in Arnsberg – kein Maschinenverkauf |
|---|---|
| Maschine | vertikales 3-Achs-Bearbeitungszentrum |
| Verfahrwege | X 1.050 × Y 530 × Z 510 mm (laut Herstellerdatenblatt der Baureihe) |
| Werkstoff | Aluminium als Platte oder Block |
| Schräge Merkmale | an Aluminiumprofilen angestellt, ohne Winkelvorrichtung |
| Aufspannungen | vorab zählen mit dem 3-Achs-Check |
Kurzabfrage
Der 3-Achs-Check: Aufspannungen zählen, bevor Sie anfragen
An einem vertikalen Bearbeitungszentrum kommt der Fräser immer von oben. Jede Seite, in die hineingebohrt oder hineingefräst wird – Bohrung, Gewinde, Tasche in der Seitenfläche –, muss deshalb einmal nach oben zeigen: einmal spannen, ausrichten, Nullpunkt setzen. Außenkonturen und Seitenwände fräst der Fräser mit seinem Umfang von oben; dafür zählt keine eigene Seite. Tippen Sie die Seiten an, in die solche Merkmale hineinführen.
Die Kurzabfrage nimmt an, dass jede markierte Seite mindestens ein Merkmal hat, das nur von dort erreichbar ist. Hinterschnitte, Innenradien und Merkmale, die von zwei Seiten zugänglich sind, wertet der volle Check Merkmal für Merkmal aus – er übernimmt Ihre Auswahl von hier. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser.
Ohne JavaScript rechnet die Kurzabfrage nicht. Der volle Check zeigt drei durchgerechnete Beispiele, die Sie auch ohne Skript lesen können.
Bohrungen, deren Achse auf keiner Seite senkrecht steht, und Flächen, die zu keiner Seite parallel liegen. Gleiche Neigungsrichtung heißt: gleicher Winkel um dieselbe Kippachse.
Erste Schätzung: 1 Aufspannung (oben).
Ihre Eingaben werden nicht übertragen und nicht gespeichert.
Was ein 3-Achs-Bearbeitungszentrum kann
Ein vertikales Bearbeitungszentrum bewegt das Werkzeug gegenüber dem Werkstück in drei geraden Achsen. X und Y spannen die Ebene des Maschinentischs auf, Z ist nach DIN 66217 bzw. ISO 841 die Achse der Spindel. Weil die Spindel senkrecht steht, arbeitet der Fräser stets von oben – gleich, ob er eine Fläche planfräst, eine Tasche ausräumt, eine Kontur umfährt oder bohrt. Welche Schneiden dabei die Fläche erzeugen, erklärt die Seite Fräsverfahren.
Die meisten gefrästen Teile sind 2,5D-Teile: Das Werkzeug fährt eine Kontur in der Ebene ab und wechselt nur zwischen den Ebenen die Höhe. Was das für Taschen, Absätze und gekrümmte Flächen bedeutet, erklärt die Seite 2,5D und 3D mit drei Achsen.
In Arnsberg fräsen wir Platten und Blöcke auf einem vertikalen 3-Achs-Bearbeitungszentrum Mazak VCN510C-II mit Verfahrwegen von X 1.050 mm, Y 530 mm und Z 510 mm (laut Herstellerdatenblatt der Baureihe).
Hinter dieser Seite steht die Evotec GmbH aus Arnsberg, bekannt für Stanz- und Umformteile, Rohrbearbeitung, Schweißbaugruppen und Pulverbeschichtung. Geschrieben ist sie für Konstrukteure, die vor der Anfrage klären wollen, ob ihr Teil mit drei Achsen geht.
Eine Seite, eine Aufspannung
Eine Aufspannung ist eine Lage des Teils auf dem Maschinentisch – und damit genau eine Richtung, aus der das Werkzeug kommt. Soll eine weitere Seite bearbeitet werden, wird das Teil gelöst, gedreht, neu gespannt und neu ausgerichtet. Das kostet Rüstzeit, und jedes Ausrichten bringt einen eigenen kleinen Lagefehler ins Teil.
Alles von oben
Taschen, Bohrbilder und Konturen liegen auf einer Seite, die Unterseite bleibt im Rohmaß: eine einzige Aufspannung. Auch die Außenkontur fräst der Fräser dabei mit seinem Umfang von oben.
Oben und unten
Die zweite Seite folgt nach dem Wenden um 180 Grad. Bezug ist die Fläche, die in der ersten Aufspannung entstanden ist.
Seitlich
Bohrungen und Gewinde in den Stirnseiten brauchen je Seite eine Aufspannung, meist hochkant im Schraubstock.
Schräg
Steht die Achse einer Bohrung auf keiner Seite senkrecht, wird das Teil geneigt gespannt, bis die Bohrung senkrecht unter der Spindel steht – je Neigungsrichtung eine Aufspannung.
Alle Fälle mit Skizzen und Beispielteilen: Teile nach Aufspannungen
Drei oder fünf Achsen: woran Sie es erkennen
Drei Achsen erreichen, was von einer der sechs Seiten aus geradlinig zugänglich ist – mit Umspannen auch die Rückseite und die Stirnseiten. An ihre Grenze kommen sie bei vier Formen, und nur bei zweien davon helfen mehr Achsen:
- Schräge Merkmale in vielen Richtungen: Mit drei Achsen braucht jede Neigungsrichtung eine eigene geneigte Aufspannung; zwei Schwenkachsen stellen den Fräser in jede davon an.
- Verwundene und überhängende Flächen: Was von oben im Schatten liegt oder sich in mehrere Richtungen krümmt, erreicht ein senkrecht stehender Fräser nicht in einer Lage.
- Scharfe senkrechte Innenecken: Ein rundes Werkzeug lässt in der Ecke mindestens seinen Radius stehen – daran ändern auch fünf Achsen nichts.
- Verdeckte Hinterschnitte: Eine Stelle ohne jeden Zugang, etwa ein Hohlraum ohne Öffnung, erreicht kein Werkzeug. Innennuten, Einstiche und T-Nuten, die über eine Öffnung zugänglich sind, fräst ein Sonderfräser dagegen auch mit drei Achsen.
Was wir dann vorschlagen
Oft genügt eine kleine Änderung: ein Merkmal auf eine Seite legen, die ohnehin bearbeitet wird, einen Radius statt einer scharfen Ecke zulassen oder schräge Merkmale auf eine Neigungsrichtung bündeln. Aluminiumprofile bearbeiten wir auf unserem 5-Achs-Stabbearbeitungszentrum angestellt, also unter frei programmierbaren Winkeln, ganz ohne Winkelvorrichtung.
5-Achs-Simultanfräsen bieten wir nicht an, runde Drehteile fertigen wir nicht. 3D-Freiformflächen und Gravuren bieten wir derzeit nicht an; 2,5D-Konturen, Taschen und Ebenen fräsen wir.
Häufige Fragen
Beim 3-Achs-Fräsen bewegt sich das Werkzeug gegenüber dem Werkstück in den drei geraden Achsen X, Y und Z. Z ist nach DIN 66217 die Achse der Spindel; an einem vertikalen Bearbeitungszentrum kommt der Fräser damit immer von oben. Jede weitere Bearbeitungsrichtung braucht eine neue Aufspannung: Das Teil wird gedreht und neu gespannt.
Das Werkzeug fährt Konturen und Taschen auf festen Höhen ab: Es arbeitet Ebene für Ebene und wird nur zwischen den Ebenen in Z verstellt. So entstehen Absätze, Taschen, Nuten und Durchbrüche – die typische Geometrie gefräster Teile aus Platten und Blöcken. Mehr dazu unter 2,5D und 3D mit drei Achsen.
Technisch ja, wenn die Fläche von oben vollständig einsehbar ist: Ein Kugelfräser fährt sie in dicht nebeneinanderliegenden Zeilen ab, X, Y und Z bewegen sich dabei gemeinsam (3D-Fräsen mit drei Achsen). 3D-Freiformflächen und Gravuren bieten wir derzeit nicht an; 2,5D-Konturen, Taschen und Ebenen fräsen wir.
Von Maschine, Aufspannung, Werkzeug, Werkstoff und Wandstärke: Eine dünne Wand verhält sich anders als ein massiver Block. Eine Zahl für alle Teile gibt es deshalb nicht; welche Toleranz sich sicher halten lässt, klären wir an Ihrer Zeichnung, bevor das Angebot steht. Wie die Einflüsse wirken, steht unter Genauigkeit und Oberfläche.
Sie ergibt sich aus Werkzeug, Vorschub und Zeilenabstand, dazu aus der Steifigkeit von Werkzeug und Aufspannung. Schreiben Sie den geforderten Wert auf die Zeichnung; ob er erreichbar ist, sagen wir Ihnen im Angebot.
Aufspannungen gezählt? Dann fehlt nur noch die Zeichnung.
Legen Sie der Anfrage das Ergebnis des 3-Achs-Checks bei, dazu STEP-Modell und bemaßte Zeichnung. Wir gleichen den Richtungsplan mit der Zeichnung ab und melden uns mit gezielten Rückfragen oder einem Angebot.